Repräsentative Studie, Architekturwettbewerb und Dialogverfahren zu Kleinstwohnungen in Norderstedt

© Stadt Norderstedt

Warum ist das Projekt so spannend? Kleinstwohnungen können einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Themenfeldes Wohnen leisten: Seit einigen Jahren nimmt die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in Deutschland zu. Dies führt zu einer schlechteren Öko-Bilanz des Wohnens, insbesondere durch die benötigte Raumwärme und den zunehmenden Flächenverbrauch. Gleichzeitig steigen die Wohnungsmieten vor allem in den größeren Städten kontinuierlich, so dass es an günstigem Wohnraum zur Miete mangelt.

In Zusammenarbeit von e-fect und infas wurde im Sommer 2020 eine repräsentative Befragung mit über 1700 Personen durchgeführt. Diese Studie wurde finanziert Rahmen des BMBF-FONA-Forschungsvorhabens „Zukunftsstadt“, Auftraggeberin war die Stabsstelle nachhaltiges Norderstedt der Stadt Norderstedt.

Ein zentrales Ergebnis der Befragung war, dass in der Stadt Norderstedt ein sehr hohes Interesse an Kleinstwohnungen bei Menschen aller Altersgruppen besteht: 32 Prozent der Befragten sind demnach an Kleinstwohnungen interessiert, 16 Prozent finden sie sogar (sehr) attraktiv und zwölf Prozent der Befragten würden sofort in eine moderne Kleinstwohnung einziehen.

Parallel zur Umfrage lief ein Wettbewerb, bei dem die teilnehmenden Architektur- und Landschaftsbüros Entwürfe für günstige, nachhaltig gebaute und barrierefreie Kleinstwohnungen einreichen sollten.

Im Anschluss an Umfrage, während des laufenden Wettbewerbs, bekamen die Finalist:innen der Wettbewerbs die Chance, in einem von e-fect konzipierten Dialogverfahren mit Vertreter:innen der in der Befragung identifizierten Zielgruppen ihre jeweiligen Entwürfe zu diskutieren. Die Architekturteams hatten im Nachgang die Chance, die hier gewonnenen Ideen und Rückmeldungen vor der finalen Einreichung ihrer Beiträge noch zu berücksichtigen. Ende 2021 werden die Gewinner:innen des Architektur-Wettbewerbes gekürt. Es wird spannend bleiben, inwiefern die Immobilien- und Bauwirtschaft die entwickelten Konzepte in Zukunft aufgreift und realisiert.

Ansprechpartner bei e-fect: Dr. Jana Werg und Prof. Dr. Christian Hoffmann

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