Museum für Naturkunde: Experimentierfeld für Partizipation und Offene Wissenschaft

Im Museum für Naturkunde gibt es seit Anfang 2019 ein ganz neues und eher ungewöhnliches Angebot – das Experimentierfeld für Partizipation und Offene Wissenschaft.

Hier werden verschiedene Formate der Forschungskommunikation sowie neue partizipative Ansätze ausprobiert. Das Anliegen ist die Entwicklung neuer Herangehensweisen, um die Forschung und die Sammlungen des Museums für Naturkunde (MfN) zu öffnen und einen Dialog mit Besuchenden anzuregen sowie Partizipation zu ermöglichen. Angeboten werden beispielsweise „Live Talks“ und „Kaffeeklatsch“ mit WissenschaftlerInnen, Blicke hinter die Kulissen in der Schreibwerkstatt, der Foto- sowie Transkriptionswerkstatt. Auch aktuelle Entwicklungen werden aufgegriffen: so gab es eine begleitende Workshopreihe zu den Veranstaltungen von Fridays for Future.

Die e-fect eG wurde von den AkteurInnen des Experimentierfelds beauftragt, die Wirkungen der Angebote bei Besuchenden und Forschenden des Museums für Naturkunde zu untersuchen. Zentrale Fragen sind dabei: Erreicht das Experimentierfeld mit seinen angebotenen Formaten die Wirkung, Besuchende zum Dialog mit WissenschaftlerInnen einzuladen? Gelingt eine Partizipation der Besuchenden an der Forschung und der Gestaltung der Wissensvermittlung? Inwieweit findet die Beteiligung der Besuchenden wissenschaftliche Resonanz?

Die formative Evaluation beinhaltete die Erstellung einer Wirkungslogik bezogen auf die Formate im Experimentierfeld sowie die partizipative Entwicklung von Kriterien der Wirksamkeit der durchgeführten Formate hinsichtlich ihres Ziels der Forschungskommunikation. Inwieweit die Formate wirken, wird anhand eines multiplen Evaluationsansatzes untersucht. Dabei werden Interviews mit Forschenden, Gruppendiskussionen sowie Kurzinterviews mit Teilnehmenden unterschiedlicher Veranstaltungen durchgeführt und mit der dokumentarischen Methode der Interpretation ausgewertet. Zudem werden die vom Experimentierfeld durchgeführten Besuchenden-Befragungen für den Zeitraum eines Jahres ausgewertet und für aktuelle Veranstaltungen um Fragen zur Erfassung der Wirksamkeit ergänzt.

Die Ergebnisse der Evaluation fließen in die Weiterentwicklung der Angebote im Experimentierfeld ein mit dem Ziel, die Partizipation der Bevölkerung an Forschung zu fördern und ForscherInnen in der Wissenschaftskommunikation zu unterstützen.

Ansprechpartnerin Ute B. Schröder – schroeder@e-fect.de

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